Mind Map

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Frage oder Problemstellung

Wie kann ich schnell Ideen und Informationen generieren, strukturieren, visualisieren, präsentieren, organisieren, dokumentieren, strukturiert ablegen und mich zusätzlich gut auf das Verstehen und Lernen von Inhalten vorbereiten?

Definition

"Der Begriff „Mind Map“ stammt aus dem Englischen. Als Synonyme gelten im Deutschen Begriffe wie z. B. Gedankenlandkarte, Ideenbaum oder Gedächtniskarte. Da aber eine eindeutige und allgemein anerkannte Übersetzung fehlt, hat sich die englische Bezeichnung in unserem Sprachgebrauch durchgesetzt.

Mindmapping ist ein „Denkwerkzeug“ zur strukturierten Sammlung, Vermittlung und Visualisierung von Ideen und Informationen. Charakteristisch ist die Visualisierung der Assoziationsketten vom Mittelpunkt ausgehend in Form von Ästen und Zweigen in einer baumähnlichen Struktur."[1]

Beschreibung des Tools und Funktionsweise

Bei der Erstellung einer Mind Map wird das Hauptthema, bzw. die zentrale Problemstellung im Zentrum notiert, repräsentiert durch ein Wort, ein Bild oder ein Symbol. Vom Zentrum aus werden in alle Richtungen Äste hierarchisch abgeleitet, welche den primären Ideen zum Thema entsprechen. Diese Hauptäste verzweigen sich immer tiefer, die Unteräste und Zweige repräsentieren weitere Gedanken und Informationen. Ideen, Gedanken und Informationen werden stets über Schlüsselworte, Bilder oder Symbole dargestellt. Zusätzliche Querverbindungen ("Assoziationen") zwischen Zweigen können durch Pfeile dargestellt werden.[2]

Anwendungsbeispiel

Bild:Mind_Map_analog.jpg Quelle: http://learningfundamentals.com.auwp-contentuploadscombating-global-warming-map.jpg

Material und Hilfsmittel

1. Analog mit Papier und Stiften (möglichst mehrere Farben einsetzen)

2. Digital mit eine Mind Mapping-Software. Derer gibt es viele. Marktführer im kommerziellen und europäischen Bereich ist sicherlich Mind Manager[3], als Freeware ist Freemind sehr beliebt[4], als kostenpflichtige und mehrfach ausgezeichnete PDA-Version (nur Pocket PC, aber kompatibel mit Mind Manager) kann Pocket Mindmap[5] empfohlen werden und als Onlineanwendung (und damit geeignet zur Kollaboration in Teams) ist sicherlich ein Tool wie MindMeister[6]. Einen breiten Überblick vieler Tools bietet folgende Website

Aufwand, Schwierigkeit

Mit Stift und Papier sehr einfach. Als Software je nach Anbieter einfach bis gewöhnungsbedürftig

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Informationen werden durch Wort, Bild, Struktur einprägsam vermittelt. Die Zusammenarbeit logischer und kreativer Elemente optimiert die Leistung des menschlichen Gehirns.
  • Verdeutlicht gut Zusammenhänge und Abhängigkeiten
  • Durch hierarchische Baumstruktur sehr übersichtlich (Wichtiges im Zentrum)
  • Schnell per Hand oder Software erstell- und erweiterbar (Baumstruktur)
  • Fördert und nutzt die Kreativität und Assoziationsfähigkeit, z.B. im Brainstorming
  • Maps (insbesondere in elektronischer Form) können gut archiviert werden

Nachteile:

  • Als eher individuelles Tool durch die Wahl der Schlüsselbegriffe, Strukur, Farbe oder Symbole für Dritte schwerer interpretierbar
  • Komplexe Wechselbeziehungen stossen durch die hierarchische Struktur auf Darstellungsgrenzen (Querverbindungen notwendig)
  • Übersichtlichkeit bei zu vielen Informationen nicht mehr gegeben (Untermaps notwendig)
  • Wissenschaftlich nicht abschliessend belegt (Hemisphärenkonzept)
  • Die permanente Strukturierung der Gedanken kann die Kreativität auch hemmen, bspw. in der Phase der reinen Ideengenerierung (zuerst sammeln, danach strukturieren)

Literatur

  • Buzan, T; Buzan, B. (2001). Das Mind-Map Buch
  • Eipper, M. (1998). Sehen, Erkennen, Wissen. Arbeitstechniken rund um Mind Mapping
  • Jungblut, V. (1998). Ideenmaschinen. Kreativitätswerkzeuge im Vergleich. c´t (20), S. 142-147.
  • Kirckhoff, M. (1994). Mind Mapping. Einführung in eine kreative Arbeitsmethode
  • Reimann, P. (1998). Frische Brise. Helfen Mind Maps beim Denken? c´t (20), S. 140-141.
  • Reinmann, G., Eppler, M.J. (2008). Wissenswege. Methoden für das persönliche Wissensmanagement. Bern: Huber. S. 82-84
  • [7] Wikipedia "Mindmap"
  • [8] Summary zu Mind Mapping von Putschky, M., Scholles, F. (Institut für Umweltplanung, Abt. Landesplanung und Raumforschung - Universität Hannover)
  • [9] Literaturüberblick zum Thema Mind Mapping, z.T. nach Anwendergruppen und mit Rezensionen

Weiterführende Informationen

  • [10] Gut gemachter, wenn schon etwas älterer Kurs zum Mind Mapping
  • [11] Mind Mapping via MindManager von Prof. Dr. Jürgen Tausch
  • [12] Schweizer Webseite für Mindmapping, Kreativität- und Kreativitätswerkzeuge, Visualisierung, Vernetztes Denken, NLP sowie verwandte Themenbereiche
  • [13] Überblick über eine Vielzahl von Mind Mapping-Tools, Anleitungen, etc (Englisch)
  • [14]Tergan, Sigmar-Olaf (o.D.), Wissen managen mit Mapping Tools (IWM, Institut für Wissensmedien, Tübingen)
  • [15] Unheimliche Menge guter und unterschiedlichster Mind Maps auf Topicscape.com


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