Synergy Map

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Frage oder Problemstellung

Wie kann ich meine persönlichen Ziele analysieren, visualisieren und dokumentieren?

Definition

Die Synergy Map-Methode wurde 1998 durch Martin Eppler entwickelt. Es ist ein Diagramm für die systematische Beschreibung und Analyse der persönlichen Ziele. Dies können Ziele sein die unmittelbar oder auch lanfgfristig wirken. Zu den Zielen können alle Abhängigkeiten und Einflussfaktoren dargestellt werden und es erlaubt eine Aussage über die Zielerreichung zu machen. Zielkonflikte und Risiken werden ermittlet und aufgezeigt.

Beschreibung des Tools und Funktionsweise

Die Bestimmung und die Definition von Zielen wird als das Werkzeug für unser Denken und Handeln erklärt. Bei dieser Methode werden Ziele definiert und priorisiert und dann in einen Zeitkreis eingetragen. Die Ziele werden auf dem Kreis entsprechend ihrer zeitlichen Komponente, d.h. kurzfristig, mittelfristig, langristig und permanent verteilt. Mit der Verbindung der einzelnen Ziele werden mit Pfeilen die Synergien und Konflikte aufgezeigt. Zusätzlich spielen äussere Einflüsse und die Vision eine Rollen auf die Ziele in der Synergy Map.

Für das erstellen einer Synergy Map sind folgende Punkte nötig:

  1. Zielliste
  2. Prioritäten
  3. Chronologie und Aufwand
  4. Ziel-Portfolio-Analyse
  5. Zielsynergien
  6. Zielkonflikte
  7. Äussere Einflüsse
  8. Oberziel/Vision
  9. Kontrolle


1. Zielliste
Erstellen Sie auf Papier eine Liste der 7-10 wichtigsten Ziele. Listen Sie diese Ziele stichwortartig auf.


2. Prioritäten
Priorisieren sie die Ziele aus Punkt 1 nach folgenden Fragen.
Bei nichterreichen des Zieles hat es die gravierendste Konsequenz mit der Zahl 1.
Bei nichterreichung des Zieles die zweitgravierendste Konsequenz mit der Zahl 2.
Die höhe der Zahl gibt somit aufschluss über die Priorität. Je höher die Zahl desto kleiner ist die Konsequenz bei einem Scheitern. Gehen Sie alle Ziele durch und verteilen Sie die Prioritäten.


3. Chronologie und Aufwand
Schreiben Sie jedes Ziel auf den Zeitkreis in die verschiedenen Quadraten mit dem entsprechenden zeitlichen Erfüllungsgrad, kurz-, mittel-, langfristig, permanent. Hier einige Zeitangaben für diese Einteilung:
  • Kurzfristige Ziele, 1-3 Monate (Quadrant oben rechts)
  • Mittelfristige Ziele, 4-12 Monate (Quadrant unten rechts)
  • Langfristige Ziele, mehr als 1 Jahr (Quadrant unten links)
  • Permanente/kontinuierliche Ziele (Quandrant oben links)
Die Ziele werden mittels eines Kreises gezeichnet der die Grösse entsprechend des Aufwandes symbolisiert. Je nach Erfüllungsgrad kann der Kreis entsprechend ausgefüllt werden.
Die Kreise (Ziele) werden weiter mit der Priorität und eines Identifikation gekennezichnet.


4. Ziel-Portfolio-Analyse
Ziel-Portfolio-Analyse: Analysieren Sie dann das resultierende Bild bzw. Ihr eigenes Ziel-Portfolio: Ist es ausgeglichen oder sind Sie zu kurzfristig (oder langfristig) orientiert? Falls Sie auf Ihrer Synergy Map viele kurzfristige oder permanente Ziele im rechten und linken oberen Bereich eingetragen haben, aber nur wenige langfristige Ziele im linken unteren, dann überlegen Sie sich, welche Meilensteine Sie nächstes Jahr weiterbringen würden und ergänzen Sie Ihre Synergy Map entsprechend durch den Eintrag von ein bis zwei langfristigen Zielen: Was wären Ziele, die Sie (in Ihrer Karriere, in Ihren Kompetenzen, in Ihrem Profil) einen grossen Schritt weiterbringen würden? Falls Sie viele langfristige Ziele im linken unteren Teil eingetragen haben, jedoch nur wenige kurz- oder mittelfristige Ziele, dann überlegen Sie sich, wie Sie diese visionären Ziele in kurzfristigere Teilziele herunterbrechen könnten: Gibt es konkrete Zwischenschritte, die Sie diesen grossen Zielen näherbringen? Denken Sie dabei an die folgende Merkformel für gute Ziele, die immer «s.m.a.r.t» sein sollten, nämlich: spezifisch, messbar, ambitiös, realistisch und terminiert. Beachten Sie bei der Analyse Ihres Ziel-Portfolios auch mögliche Ressourcenengpässe, d. h. Ballungen von sehr aufwändigen Zielen, die gleichzeitig fällig werden: Können Sie einige dieser Ziele vielleicht vorziehen oder weiter nach hinten verlegen?


5. Zielsynergien
Suchen Sie nun nach Möglichkeiten, wie Sie Ihre Ziele miteinander verbinden können, d. h. wie ein Ziel dem anderen helfen kann oder wie Sie durch eine zusätzliche Aktivität gleichzeitig zwei Ihrer Ziele vorwärts bringen können. Zeichnen Sie dazu Pfeile (z. B. von niedrig priorisierten Zielen zu hoch priorisierten Zielen) zwischen jeweils zwei Zielen. Schreiben Sie auf jeden Pfeil eine konkrete Massnahme, wie Sie das eine Ziel für das andere nutzbar machen können: Gibt es eine Möglichkeit, wie Ihnen das eine Ziel, wenn Sie es ein wenig anders angehen, für ein weiteres, späteres Ziel helfen kann? Der Pfeilkopf zeigt dabei jeweils vom Ziel, das Sie für ein anderes nutzen, zu dem unterstützten Ziel.


6. Zielkonflikte
In einem weiteren Schritt identifizieren Sie mögliche Zielkonflikte, d. h. wie ein Ziel das Erreichen eines anderen behindert. Verwenden Sie dazu Pfeile mit einem Doppelkopf (<-->). Mögliche Zielkonflikte wären z. B. die Reduktion Ihrer Mitarbeiter als ein Ziel bei gleichzeitiger Erhöhung ihrer Leistungen als weiteres Ziel oder ein Ziel, das Ihre Anwesenheit an einem Ort erfordert, sowie ein anderes Ziel, bei dem Sie ständig an einem anderen Ort präsent sein müssen. Sie können auch gravierende Zeitprobleme als Zielkonflikte eintragen, d. h. wenn Ihnen ein Ziel besonders viel Zeit für das Erreichen eines anderen Ziels wegnimmt.


7. Äussere Einflüsse
Tragen Sie nun externe Faktoren ein, welche die Zielerreichung erleichtern oder erschweren können, und notieren Sie diese ausserhalb des Kreises mit einem Pfeil auf das entsprechende Ziel. Dabei kann es sich um generelle Trends aus Ihrem Umfeld handeln, aber auch um Menschen, die Ihnen bei der Erreichung eines bestimmten Ziels helfen.


8. Oberziel/Vision
Welches Oberziel lässt sich für diese Ziele formulieren? Tragen Sie Ihre persönliche Vision in die Mitte der Synergy Map ein. Dieses Oberziel kann ein zentraler Wert in Ihrem Leben sein, etwa die Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Es kann sich um Ihr Karriereziel handeln oder um eine Vision, welche Art von Arbeit Sie in Zukunft verrichten möchten oder welche Art von Person Sie gerne sein würden.


9. Kontrolle
Überprüfen Sie nun, ob die Ziele aufIhrem Kreis mit dem formulierten Oberziel in der Mitte übereinstimmen: Helfen Ihnen die äusseren Ziele wirklich, um das grosse Ziel in der Mitte zu realisieren? Färben Sie die Ziele, die keinen Beitrag zu Ihrem Oberzielleisten, rot ein und überlegen Sie sich, ob Sie diese niedriger priorisieren oder gar an andere delegieren können.



Bild:SynergyMap1.jpg

Anwendungsbeispiel

Bild:SynergyMap2.jpg

Material und Hilfsmittel

Synergy Maps könne auf Papier erstellt werden. Für die Zielsynergien und Zielkonflikte sind verschiedene Farben zu verwenden.

Software:

Aufwand, Schwierigkeit

Hoch und Schwierig

Vor- und Nachteile

  • Ziele Dokumenteieren heisst noch nicht sie erreicht zu haben.
  • Muss häufig überprüft werden.
  • Keine Zielunterscheidung (selbst- oder fremdbestimmt).
  • Keine Vortschrittskontrolle.


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