Wissenslandkarte

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Frage oder Problemstellung

Wie erhalte ich einen anschaulichen Überblick über mein verfügbares Wissen, das Potenzial und die Verteilung?

Definition

Nach Eppler(1997) sind Wissenskarten allgemein formuliert graphische Verzeichnisse von Wissensträgern, Wissensbeständen, Wissensquellen, Wissensstrukturen oder Wissensanwendungen. Die Wissensinhalte beschreiben das Know-how einer Person, zum Beispiel Lerneffekte aus Projekten, Verfahrensweisen und Erfolgsfaktoren.

Beschreibung des Tools und Funktionsweise

Ziel: Ziel von Wissenskarten ist es, sowohl explizites (bewusstes, zugreifbares) als auch implizites (weniger bewusstes, intuitives) Wissen rasch zu erfassen und den Zugriff auf benötigtes Wissen zu erleichtern und zu beschleunigen. Komplexe Zusammenhänge und grosse Datenmengen können grafisch-visuell schneller und exakter erfasst werden, als dies verbal oder mit Hilfe von Zahlenwerten möglich ist.


Wissenskarten können durch folgende Formen ergänzt werden:

Wissensbestandskarten
verweisen auf explizites Wissen in bereits kodierter Form wie z.B. Dokumente, Handbücher, Datenbanken, Lessons-learnt oder Patente.
Wissensstrukturkarten
zeigen die Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Sachverhalten.
Wissensanwendungskarten
visualisieren die Reihenfolge von Projekt- oder Prozessschritten in Bezug zum jeweils benötigten Wissen. Wie die Wissensträgerkarten geben sie Auskunft über die Experten für den jeweiligen Prozessschritt.
Wissensbeschaffungskarten
kartographieren fehlendes Wissen. Operatives Ziel ist die Schließung der Wissenslücken durch Beschaffung mittels externer Quellen oder durch geeignete Ausbildung der Mitarbeiter.


Die Erstellung von Wissenskarten umfasst folgende fünf Schritte:

  1. Erfassung der wissensintensiven Prozesse
  2. Ableiten der relevanten Wissensbestände und -träger
  3. Transformation in eine passende Darstellung der Bestände und Träger(= Kodifikation)
  4. Integration der kodifizierten Wissenskarten in ein Navigationssystem
  5. Einrichtung von dezentralen Aktualisierungsmechanismen

Anwendungsbeispiel

Landkarte zum Harvard-Konzeptes

Bild:WissenslandkarteHarvardKonzept.jpg


Landkarte zum Thema Präsentieren

Bild:WissenslandkartePraesentation.jpg

Material und Hilfsmittel

Kann einfach mir Stift und Papier erstellt werden. Benötigt zusätzliche Hilfsmittel wie Prozesslandkarte, Informationen zu Wissenträgern und weitere Informationen.

Software:

Aufwand, Schwierigkeit

Mittel/Hoch bis Einfach

Vor- und Nachteile

  • wenig Aufwand
  • schneller Austausch von Wissen
  • Hohe Aggregation von Wissen
  • Beschleunigt den Prozess vom impliziten zum expliziten Wissen


  • Kodifizierung unterliegt keinem Standart.
  • Interpretation
  • Informationsüberfluss
  • Stellt nur eine Status Quo dar
  • Unterstützt keine dynamischen Prozesse
  • Hoher Aufwand bei qualitativen guten Maps


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